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Häufig gestellte Fragen

 

Foto: Martina FriedlGibt es eine bestimmte Art von Diät, die Krebs-Patienten einhalten sollten? Gibt es Lebensmittel, die sich mit systemischen Therapien nicht vertragen? Diese und andere Fragen haben sich wohl fast alle Tumorpatienten schon einmal gestellt. Hier wollen wir Ihnen die entsprechenden Antworten liefern.


Gibt es eine bestimmte Art von Diät, die Krebs-Patienten einhalten sollten?
Nein, eine Krebs-Diät in dem Sinne gibt es überhaupt nicht. Allein aufgrund der Diagnose muss man die Ernährung nicht umstellen. Natürlich sollten Patienten - genauso wie gesunde Menschen - auf eine ausgewogene Ernährung achten. Eine spezielle Krebs-Diät gibt es genauso wenig wie es irgendeine Form von Krebs-Erkrankungsdiät gibt.

Weitere Informationen dazu finden Sie auch auf den folgenden Seiten des Krebs-informationsdienstes.
Informationen zu Ernährung bei Krebs, Krebsinformationsdienst

Häufig wird Tumorpatienten geraten, Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen, z.B. bestimmte Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente wie Selen, ist dies sinnvoll?
Es gibt keine ausreichenden wissenschaftlichen Beweise, dass solche Nahrungsergänzungsmittel wirklich sinnvoll sind und irgendeinen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Erkrankung oder auf das allgemeine Befinden haben. Foto: Martina Friedl

Besonders was Vitamine angeht: eine gesunde, ausgewogene Kost mit viel Obst und Gemüse enthält genug Vitamine, um den normalen Tagesbedarf zu decken. Es gibt keinen wirklichen Grund, teure Ergänzungspräparate zu kaufen. Falls Ihr Arzt jedoch mittels einer Blutuntersuchung einen Vitamin- oder Mineralstoffmangel feststell, wird er Ihnen seine Empfehlung aussprechen.

Auch zu diesem Thema empfiehlt sich ein Blick auf die Seiten des Krebsinformationsdienstes:
Informationen zu Nahrungsergänzungsmitteln, Krebsinformationsdienst

Informationen zu Risiken von Vitaminen und Spurenelementen, Krebs-informationsdienst

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Gibt es Lebensmittel, die sich mit Systemischen Therapien nicht vertragen?
Grundsätzlich muss man bei dem jeweiligen Hersteller nachfragen, wie das Medikament verstoffwechselt wird und diese Tatsache berücksichtigen. Insofern sind alle Nahrungsmittel und viele Medikamente potentiell dazu in der Lage, den Stoffwechsel von systemischen Therapien zu beeinflussen.

Das kann immer in zwei Richtungen geschehen: Es kann sein, dass der Abbau der Medikamente verringert wird, dann würde der Arzneimittel-Spiegel im Blut ansteigen. Das kann unter Umständen zu etwas mehr Nebenwirkungen führen. Grapefruit z.B. kann diese Wirkung haben, darum Vorsicht bei Grapefruit und Grapefruitsäften. Viel problematischer ist, wenn der Abbau von dem Medikament durch ein Nahrungsmittel oder ein anders Medikament beschleunigt wird. Das würde zur Folge haben, dass der Wirkspiegel im Blut abnimmt. Dann besteht die Gefahr, dass das Arzneimittel gar nicht richtig wirkt. Das nur scheinbar harmlose Johanniskraut kann den Plasmaspiegel von den systemischen Therapien senken, daher sollten Patienten Johanniskraut (z.B. Tees oder Tabletten gegen depressive Verstimmungen) meiden.


Systemische Therapien und Alkohol: geht das zusammen?
Es gibt keine Interaktionen zwischen Alkohol und systemischen Therapien. Was beispielsweise die Fahrtüchtigkeit angeht, da ist nur der Alkohol als solcher zu berücksichtigen. Aber Alkohol schädigt natürlich in entsprechender Menge die Leber. Patienten, die systemische Therapien nehmen, sollten Alkohol darum nur in geringen Mengen zu sich nehmen. Aber die Aussage, die immer wieder verbreitet wird, man dürfe überhaupt keinen Alkohol zu sich nehmen, stimmt natürlich nicht. Alkohol in Maßen genossen - sprich: hin und wieder mal ein Glas Sekt, Wein oder Bier - ist vollkommen in Ordnung.

 
Also auch Patienten mit Lebermetastasen dürfen zum Geburtstag mal ein Glas Sekt trinken?
Selbstverständlich! Wie gesagt: Alkohol in Maßen hin und wieder mal ist vollkommen okay.

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