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Risikoklassifizierung

 

Viele Faktoren wurden diskutiert, die zum Rückfall (= Rezidiv) führen können. Die derzeit verwendete Methode zur Ermittlung der Rückfall-Wahrscheinlichkeit ist die Tabelle des amerikanischen Pathologen Miettinen aus dem Jahr 2006. Diese Risikoeinteilung beruht auf einer Untersuchung von ca. 2.000 GIST-Fällen und bezieht neben Tumorgröße und Zellteilungsrate (= Mitoserate) auch die Tumorlokalisation mit ein.

Wichtig hier:

  • Inzwischen ist bekannt, dass sich GIST z.B. am Dünndarm aggressiver verhalten als GIST am Magen.
  • Die Mitoserate hat von den drei genannten Kriterien den höchsten Einfluss, da sie ein Gradmesser für die Teilungsaggressivität des Tumors ist.

 

Rückfall-/Metastasenrisiko bei GIST nach Miettinen

Beispiele:

  1. Ein 10,5 cm großer GIST am Magen (ohne Metastasen) wird optimal entfernt. Der Pathologe ermittelt eine Mitose-/Zellteilungsrate von 8 Mitosen je 50/HPF (=High Power Fields = Gesichtsfeldern unter dem Mikroskop.) Nach der Miettinen-Tabelle hat der Patient mit 86% ein hohes Rückfall-Risiko.
  2. Ein 4,0 cm großer GIST am Dünndarm (ohne Metastasen) mit einer Mitose-/Zellteilungsrate von 3 Mitosen je 50/HPF zeigt mit 4,3% ein niedriges Rückfall-Risiko.

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