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Tipps im Umgang mit Nebenwirkungen

Target-Therapien haben die Behandlung von Krebspatienten in den letzten Jahren stark verändert. Ihre Entwicklung bietet die Chance, bestimmte Tumorarten zielgerichteter zu behandeln. Gleichzeitig erfordern die „oralen Vertreter“ dieser neuen Therapierichtung eine hohe Mitverantwortung des Patienten, weil sie meist in Eigenregie zu Hause eingenommen werden. Wichtig sind daher ein gutes Therapie- und Nebenwirkungsmanagement des Behandlungsteams und eine aktive Mitarbeit des Patienten.

In den vergangenen Jahren haben wir durch Gespräche und Erfahrungen mit unseren Patienten viel über Target-Therapien in der Praxis gelernt:

  • Die zielgerichteten Medikamente haben weniger Nebenwirkungen als die herkömmlichen Chemotherapien (Zytostatika). Doch weniger Nebenwirkungen, bedeuet in der täglichen Praxis nicht: keine Nebenwirkungen! Daher ist gerade ein gutes Therapie- und Nebenwirkungsmanagement überaus wichtig. Leider bleibt dies in der Hektik des Klinik-/Praxisalltags oft auf der Strecke.
    Das heißt: Viele Patienten sind mit ihrer Therapie und ihren Nebenwirkungen allein.

  • Die zielgerichteten Medikamente werden kontinuierlich über einen längeren Zeitraum eingesetzt und können nur wirken, wenn sie nach Anweisung eingenommen werden. Treten Probleme oder starke Nebenwirkungen auf, sollten diese daher sofort und aktiv mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Die meisten Nebenwirkungen lassen sich gut behandeln, doch nur wenn der Arzt darüber informiert ist, kann er auch etwas tun.

  • Angestrebt wird eine hohe Lebensqualität für den Patienten unter Therapie.
    Doch wie definiert sich eigentlich Lebensqualität?
    Oft driften hier die Einschätzungen der Ärzte und die Erfahrungen der Patienten weit auseinander. Seitens der Mediziner werden die Therapie-Belastungen teilweise sogar als psychisch eingestuft.

  • Da die Behandlung mit den Target-Therapien unter Umständen mehrere Jahre und teilweise (z.B bei GIST oder in Studien bei Nierenkrebs) zur Prävention vor Rezidiven und/oder Metastasen (so genannte adjuvante Behandlung) erfolgt, spielt gerade der Aspekt der Lebensqualität unter Therapie eine große Rolle.

  • Patienten haben verständlicherweise oft etliche praktische Fragen zum Alltag unter einer Target-Therapie. Nebenwirkungsmanagement, Ernährung, Komplementärtherapien, Sport und Bewegung, Psychoonkologie und Rehabilitation sind dabei nur einige Punkte. Was darf, kann, sollte man tun – was darf, kann, sollte man nicht?

  • Aus dem Bereich der komplementären, also begleitenden, Medizin gibt es verschiedene pflanzliche Mittel, die ergänzend eingesetzt werden können. Doch Vorsicht: Wundermittel gibt es hier (leider) nicht, auch ist die Wirksamkeit vieler Substanzen häufig nicht durch Studien belegt. Etliche Patienten glauben – nur weil eine bestimmte Therapie „Natur“ ist – muss sie helfen bzw. kann sie nichts schaden. Aber ganz natürliche Stoffe, die sich eigentlich harmlos anhören, können unter Umständen einen negativen Effekt auf den Behandlungserfolg haben. Besprechen Sie daher bitte ALLE komplementären Überlegungen vorher mit Ihrem mit Nierenkrebs erfahrenen Arzt.

Gerade wenn es darum geht, eventuelle Nebenwirkungen zu mindern, das Wohlbefinden zu steigern und so die Lebensqualität zu erhöhen, können Patienten auch selbst aktiv werden: So zeigt eine ausgewogene, gesunde Ernährungsweise in vielen Fällen positive Auswirkungen. Zusätzlich hat Bewegung sowohl einen positiven Einfluss auf die unmittelbar tumorbedingten Symptome, als auch auf Nebenwirkungen der laufenden Therapie und kann eine stabilisierende Funktion auf das Immunsystem ausüben.

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