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Wissenswertes zum Thema Komplementärmedizin

 

Viele Patienten mit einer Tumorerkrankung überlegen sich, ob sie selbst etwas zum Therapieerfolg beitragen können. Die eigenen Kräfte stärken, das Immunsystem unterstützen, den Heilungserfolg verbessern und Nebenwirkungen abschwächen sind wichtige Anliegen. Dabei suchen Patienten oft natürliche, „sanfte“ Methoden und finden schnell den Weg zu sogenannten komplementären oder alternativen Therapien.

Hier gilt es jedoch streng zu unterscheiden:

  • Komplementäre Therapien verstehen sich als zusätzliche Behandlung, begleitend zur klassischen schulmedizinischen Tumortherapie. Komplementäre Substanzen können dabei zum Behandlungserfolg beitragen und Nebenwirkungen mindern – sollen begleiten, helfen undunterstützen.
  • Alternative Therapien werden dem Patienten jedoch oft als „Ersatz“ für die gängigen Behandlungsmethoden angeboten. Diese alternativen Therapien haben keinerlei wissenschaftlichen Hintergrund und gefährden das Leben von Patienten, die dafür eine lebenswichtige (schulmedizinische) Therapie weglassen.

Auf alternative Behandlungsmethoden sollten Krebspatienten daher in jedem Fall verzichten.

Doch auch im komplementären Bereich gibt es – unter den Anbietern – viele „schwarze Schafe“. Schon ein Blick ins Internet oder die gängigen sogenannten „Krebs-Ratgeber“ zeigt: Die Angebote sind vielfältig, und Patienten können oft nur schwer zwischen seriös und unseriös unterscheiden. Die folgenden 4 Fragen sollten Sie daher vor Beginn einer „zusätzlichen“ Behandlung immer stellen:

  1. Was nützt sie/es?
  2. Was sind die Nebenwirkungen?
  3. Passt sie/es zu meiner Therapie?
  4. Was kostet sie/es?

Was nützt sie/es?
Die allerwichtigste Frage: Gibt es Beweise (Daten) für die Wirksamkeit einer Therapie? Hier sind einzelne Fallbeschreibungen wenig hilfreich. Nur Studien an größeren Patientengruppen bilden eine gute Entscheidungsgrundlage. Diese sind jedoch nur für wenige Therapien der komplementären Onkologie vorhanden. Genau deshalb sind diese Therapien ja auch noch nicht Bestandteil der sogenannten „Schulmedizin“.

Was sind die Nebenwirkungen?
Die meisten Patienten und auch Ärzte glauben, dass natürliche Substanzen keine Nebenwirkungen haben können. Dies ist leider falsch! Die stärksten Gifte stammen aus der Natur, und einige sehr erfolgreiche Chemotherapiemittel sind Abwandlungen von Naturstoffen.

Passt sie/es zu meiner Therapie?
Wenn mehrere Medikamente zusammen eingenommen werden können sie sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen. Dies kann im schlimmsten Fall die Wirksamkeit abschwächen oder Nebenwirkungen verstärken. Deshalb ist es sehr wichtig, dass jede komplementäre Therapie mit dem betreuenden Onkologen abgestimmt wird.

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