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NIERENKREBS

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Nierenkrebs behandeln


Sie haben von Ihrem Arzt die Diagnose Nierenkrebs erhalten? Aus Erfahrung wissen wir, dass diese Nachricht im ersten Moment erdrückend sein kann. Daher möchten wir Ihnen hier aus unserer eigenen Erfahrungen einige wichtige, allgemeine Anregungen mitgeben, um Ihnen so die ersten Schritte auf dem Weg im Umgang mit dieser Erkrankung erleichtern.

Wichtig für Sie zu wissen: Entscheidungen haben meistens Zeit und bevor die behandelnden Ärzte mit Ihnen über unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten sprechen können, müssen die Ergebnisse der verschiedenen Untersuchungen vorliegen - dieses kann durchaus mehrere Tage, in der Regel bis zu zwei Wochen dauern. Die Ergebnisse ermöglichen:

  • das Ausmaß und das Stadium der Krebserkrankung zu erfassen und zu beurteilen,
  • eine geeignete Behandlung zu wählen (z.B. die Operationsmethode),
  • eine Risikoprognose zu erstellen, die das Risiko Metastasen zu entwickeln darstellt, dieses ist die Basis für:
    • die Nachsorge
    • den Einsatz von medikamentösen Therapien in einer metastasierten Situation

ICON TippTipp

  • Sie müssen nicht sofort alles über Nierenkrebs wissen, denn NICHT jede Information ist für Sie persönlich in Ihrer momentanen Situation wichtig oder sinnvoll.
  • Nehmen Sie sich daher die Zeit, die Abschnitte zu lesen,
    • die für Sie von besonderem Interesse sind,
    • die Themen enthalten, mit denen Sie sich gerade auseinandersetzen müssen oder
    • die sie gerade verarbeiten können.
  • Vielleicht können Sie eine Vertrauensperson bitten Ihnen zu helfen, z.B. die für Sie wichtigen nformationen zu sammeln und Ihnen bei Bedarf weiterzugeben.
  • Angst ist ein schlechter Ratgeber, aber Wissen gibt Sicherheit.
  • Nehmen Sie sich die Zeit, um einfach einmal tief durchzuatmen, lassen Sie sich nicht drängen, denn Sie haben Zeit.

 

Entscheidungen haben oft Zeit

Lassen Sie sich nie zu einer Entscheidung drängen, denn meist muss keine Ihrer Entscheidungen sofort getroffen werden. Wenn Sie Bedenkzeit benötigen, nehmen Sie sich die Zeit. Sprechen Sie mit Ihrer Familie, Vertrauensperson/en oder ggf. sogar einem weiteren Arzt über Ihre Behandlungsoptionen.

Fragen Sie nach Erfahrungen

Unsere Patienten im Telefondienst oder in unseren Patientengruppen können Sie mit eigenen Erfahrungen, Tipps und Ratschlägen unterstützen.

Keine Gespräche im Vorübergehen

Lassen Sie sich nicht auf Gespräche auf dem Gang oder im Vorübergehen ein, fragen Sie Ihren Arzt immer nach einem Termin und Ort, wo Sie sich in Ruhe unterhalten können.

Terminvorbereitung

Bereiten Sie sich auf Ihre Termine vor: Sie können z.B. unseren Fragenkatalog bestellen, dieser gibt Ihnen Fragen an die Hand, die Sie stellen können.

Zu zweit im Gespräch

Nehmen Sie eine Vertrauensperson zu Ihrer Unterstützung mit, denn vier Ohren hören besser als zwei. Des Weiteren kann die zweite Person die Antworten Ihres Arztes notieren, damit Sie sich ganz auf das Gespräch konzentrieren können.

Bei Fragen und Bedenken

Haben Sie keine Scheu vor Ihrem Arzt. Stellen Sie ihm Fragen und sprechen Sie Ihre Bedenken ganz offen an! Wenn Sie etwas nicht verstanden haben, unter-brechen Sie das Gespräch und fragen nach. Bitten Sie gegebenenfalls um eine Erklärung in anderen Worten oder mit bildhaften Vergleichen. Ihr Arzt kann Sie nur unterstützen, wenn er Ihre Fragen oder Bedenken kennt.

Antworten aufschreiben

Schreiben Sie die Antworten des Arztes auf, so dass Sie später darauf zurückgreifen können.

Ihr Arzt benötigt Hintergrundwissen zur Behandlungsplanung

Beantworten Sie auch die Fragen Ihres Arztes vollständig und korrekt. Legen Sie ihm Ihre Unterlagen oder unseren Patientenpass vor und erzählen Sie ihm von sich aus:

  • welche Therapien und Untersuchungen bereits vorgenommen wurden,
  • ob und welche Medikamente Sie einnehmen,
  • welche anderen Erkrankungen, Allergien Sie haben etc.

Beteiligung

Es liegt an Ihnen, inwieweit Sie an Entscheidungen über Ihre Behandlung beteiligt sein wollen. Natürlich kann sich dies im Laufe der Zeit ändern. Vielleicht fühlen Sie sich zu Beginn nicht in der Lage, mit zu entscheiden, wollen dies nach eingehender Information und Beratung aber doch tun. Sprechen Sie daher immer offen mit Ihrem Arzt über Ihre derzeitige Ansicht.

 

Diagnose, Behandlung und Nachsorge bzw. Verlaufskontrolle von Nierenkrebs erfordern eine enge Zusammenarbeit von Ärzten unterschiedlicher medizinischer Fach-richtungen. Dieses sind im Wesentlichen: Urologen, Onkologen, Radiologen, Pathologen etc. Ziel ist es, die Sichtweisen verschiedener Fachrichtungen zu berücksichtigen und so die Therapie optimal zu gestalten. Meistens finden regelmäßige Treffen statt, so genannte Tumorboards, um gemeinsam die Behandlung eines Tumorpatienten zu besprechen. Ziel ist es, die Sichtweisen verschiedener Fachrichtungen zu berücksichtigen und so die Therapie optimal zu gestalten.

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