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NIERENKREBS

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Nierenkrebs-Behandlung durch Impfung

Erst in den vergangenen Jahren ist es der Wissenschaft gelungen herauszufinden, wie Krebszellen dem Angriff durch das Immunsystem entkommen können. Heute haben die Forscher das Wissen, das erforderlich ist, um Impfstoffe zu entwickeln, die aktiv gegen einen Tumor angehen können.

Krebs-Impfungen werden im Gegensatz zu “normalen” Impfungen erst dann gegeben, wenn sich bereits ein Tumor entwickelt hat. Daher sind diese Impfungen auch therapeutisch und nichtvorsorglich (präventiv).Krebs Impfung

Warum ein Krebs-Impfstoff?
Manchmal können Tumoren unentdeckt von unserem Immunsystem wachsen. Ein Impfstoff soll das Immunsystem alarmieren und das Abwehrsystem über mögliche Angriffsziele informieren. Der Impfstoff setzt also das Immunsystem darauf an, diese „abnormalen Zellen“ aufzuspüren.

Die Entwicklung von Krebs-Impfstoffe erfordert ein genaues Verständnis davon, wie die Zellen des Immunsystems mit Krebszellen interagieren. Um wirksam zu sein, müssen die Impfstoffe eine spezifische Immunreaktionen gegen das richtige Ziel auslösen. Das heißt, sie müssen unserem Abwehrsystem ganz genau sagen, wo es angreifen soll und welche Zellen vernichtet werden sollen. Zusätzlich muss die Immunantwort auch stark genug sein, um die Barrieren zu überwinden, die Krebszellen aufbauen, um sich vor Angriffen von B-Zellen und T-Killerzellen zu schützen.

Impfstoffe werden in der Regel aus patienteneigenen Tumorzellen oder aus Substanzen, die aus Tumorzellen gewonnen werden hergestellt. Derzeit werden mehrere Nierenkrebs-Impfstoffe in klinischen Studien getestet. Obwohl sie alle dem Immunsystem beibringen, vorhandene Krebszellen zu erkennen, tun sie dies auf unterschiedliche Weise.

Impfstoffe, die in Nierenkrebs-Studien untersucht werden, sind unter anderem:

  • AGS-003: Den Patienten werden Immunzellen entnommen und diese dann im Labor genetisch so verändert, dass sie Tumorzellen besser erkennen können. Die modifizieren Immunzellen werden dem Patienten dann wieder verabreicht. Diese Behandlung ist der CAR-Therapie sehr ähnlich, der Unterschied liegt jedoch darin, dass die wieder injizierten Immunzellen nicht selbst gegen den Tumor kämpfen, sondern dem Immunsystem beibringen, wie der Krebs besiegt werden kann.
  • MGN1601: Diese Impfung enthält die Nierenkrebszellen einer anderen Person. Wenn Sie diese mit der Impfung verabreicht bekommen, wird Ihr Immunsystem diese Zellen angreifen und zerstören, da sie als fremd erkannt werden und eine Gefahr darstellen. Während Ihr Immunsystem nun gegen die fremden Nierenkrebszellen kämpft, lernt es gleichzeitig, wie eine Nierenkrebszelle aussieht und wird so in die Lage versetzt, auch Ihren Tumor zu zerstören.
  • IMA901: Dieser Impfstoff enthält 10 häufig vorkommende Nierenkrebs-Proteine. Er funktioniert ähnlich wie eine „normale“ Impfung: IMA901 wird Sie nicht krank machen, sondern soll Ihrem Immunsystem beibringen, wie es Tumorzellen erkennen kann.

Prof. Dr. Jens Bedke über Ergebnisse der Studie zum Krebs-Impfstoff IMA901 beim Nierenzellkarzinom


Folgende Fragen und Erklärungen werden in diesem Video besprochen:
Erklärung des Wirkstoffes IMA 901
In welcher Situtaion wurde diese Impfung getestet?
Erklärung der Studienergebnisse?
Spekulation über die negativen Ausgang der Studie.
Wird noch weiter an dem Wirkstoff geforscht?

Sollte sich das Video nicht bei Ihnen öffnen, so können Sie dieses Video in unserem Youtube Kanal ansehen.

Zur Info:
Im Jahr 2010 wurde in den USA die erste Behandlung des Krebs-Impfstoffes, sipuleucel-T (Provenge), für den Einsatz bei fortgeschrittenem Prostatakrebs genehmigt. Sicherlich werden in den nächsten Jahren weitere Krebs-Impfstoffe für andere Krebsarten folge

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