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NIERENKREBS

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Lungenmetastasen des Nierenzellkarzinoms


Wenn das Nierenzellkarzinom Metastasen bildet, dann ist das mit 70-80% am häufigsten betroffene Organ die Lunge. Lungenmetastasen verursachen nur selten Symptome. In manchen Fällen kann es beispielsweise zu Atemnot (Dyspnoe), Hustenanfällen, Aushusten von blutigem Sekret oder Fieber kommen. Neben der medikamentösen Tumortherapie ist auch hier die Operation dieser Metastasen bei einem Teil der Patienten möglich und sinnvoll. Besonders dann, wenn keine weiteren Metastasen in anderen Körperregionen vorliegen.

Im Vorfeld einer Operation ist ein CT der Lunge sehr wichtig, um festzustellen in welcher Anzahl und wo die Metastasen vorliegen.

Experten-Video: PD Dr. Winter über die Operation von Lungenmetastasen des Nierenzellkarzinoms

Die Operation von Metastasen spielt beim Nierenzellkarzinom eine wichtige Rolle. Auf dem Nierenzellkarzinom-Experten Treffen in Feldafing 2015 gab uns Hr. PD. Dr. Hauke Winter, Thorax-Chirurg, von der Universitätsklinik Großhadern in München ein Interview über die Möglichkeiten der Operation von Lungenmetastasen des Nierenzellkarzinoms.


Es müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein, um eine Operation erfolgreich durchführen zu können:
  • Die Erkrankung darf nicht schnell fortschreitend sein. Dieses wird meistens dadurch festgestellt, dass man einen Zeitraum vor einer Operation abwartet - z.B. 1-3 Monate. Haben sich Metastasen nach dieser Zeit nicht oder nur wenig verändert, ist eine Operation ggf. sinnvoll (dieses wird durch CT Aufnahmen festgestellt).
  • Die Metastasen dürfen nicht zu groß und müssen operabel sein, d.h. sie müssen an Stellen sitzen, die gut erreichbar sind. Dies muss im Vorfeld einer Operation bereits festgestellt werden
  • Grundsätzlich können auch mehrere Metastasen operiert werden – es muss jedoch genügend Gewebe der Lunge verbleiben, um die Funktion aufrecht zu erhalten.
  • Das Risiko, das mit einer Operation einher geht, muss vertretbar sein
  • der Primärtumor muss behandelt werden bzw. behandelbar sein

In manchen Fällen erfolgt eine Operation nicht sofort nach Feststellen von Lungenmetastasen. Meist werden dann weitere disgnostische Untersuchungen (z.B. CT, MRTs) gemacht, um auszuschließen, dass es sich um eine Ausbreitung der Erkrankung auf den gesamten Körper bzw. das gesamte Organ handelt. Meist kann in einem solchen Fall eine Operation nicht zielführend sein.

Sollte eine Operation nicht möglich oder sinnvoll sein, wird meist eine medikamentöse Therapie vorgeschlagen. Mehr über die Behandlung mit den sogenannten zielgerichteten Therapien finden Sie unter Medikamentöser Therapie.

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