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Chemotherapie? Systemisch eingesetzte Therapieform...

Chemotherapien sind medikamentöse Therapien – die systemisch wirken – also in der Regel im gesamten Körper. Eine Chemotherapie kann – abhängig vom Stadium der Erkrankung – unter heilenden (= kurativen), vorher unterstützenden (= neoadjuvanten), unterstützenden (= adjuvanten) oder lindernden (= palliativen) Gesichtspunkten durchgeführt werden. Die Medikamente der Chemotherapie (= Zytostatika) können auf verschiedene Art verabreicht werden: In Tabletten- oder Kapselform, per Spritze oder per Infusion. Dies kann sowohl ambulant als auch stationär erfolgen.

Zugelassene Zytostatika (Substanzen in der Chemotherapie) zur Behandlung von Weichgewebesarkomen:

  • Doxorubicin
  • Ifosfamid
  • Dacarbazin
  • PEG-liposomales Doxorubicin (Kaposi-Sarkome),
  • Trabectedin/Yondelis® (nach Doxorubicin/Ifosfamid)

 

Zugelassenes Zytostatikum zur Behandlung eines bestimmten Knochensarkoms – Osteosarkom:

 

Substanzen mit Zulassungen für andere Indikationen aber dokumentierter Wirksamkeit bei Weichgewebesarkomen:

  • Docetaxel + Gemcitabin
  • Gemcitabin
  • Paclitaxel,
  • Trofosfamid
  • Actinomycin D (bei Kindern),
  • Aromataseinhibitoren

Zytostatische Medikamente können einzeln (= Monotherapie) oder miteinander kombiniert (= Polychemotherapie oder Kombinationstherapie) und in einer bestimmten Abfolge verabreicht werden. Die Festlegung der Dosierung erfolgt entweder nach Milligramm pro Tag (Tabletten, Kapseln) oder durch Berechnung nach Körperoberfläche (XY mg je 1m2 Körperoberfläche).

 

Welche medikamentöse Therapie zum Einsatz kommt, richtet sich nach verschiedenen Kriterien, wie z.B.:

  • Welches Medikament ist für welche Behandlung zugelassen oder hat bereits Wirksamkeit bewiesen.
  • Daten aus Klinischen Studien, welche Sarkom-Subtypen auf welche Medikamente – wie gut – ansprechen.
  • Erfahrungen der behandelnden Sarkom-Experten – besonders z.B. bei sehr seltenen Sarkom-Typen.
  • Stadium der Erkrankung und die eigentliche Zielsetzung der Behandlung.
  • Mögliche vorhandene andere Erkrankungen, welche die Gabe bestimmter Medikamente ausschließen bzw. einschränken.
  • Die zu erwartenden Nebenwirkungen und Folgen der Behandlung ggfls. auch basierend auf vorangegangenen Therapie-Erfahrungen.
  • Und nicht zuletzt: Lebenssituation, Wünsche, Präferenzen und Einstellungen des jeweiligen Patienten. Diese wird ein erfahrener und verantwortungsvoller Sarkom-Experte in die Therapieempfehlung mit einbeziehen.

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