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Imatinib, Sunitinib, Pazopanib & Co.: Künftig mehr Target-Therapien…

Dank neuer Erkenntnisse der Molekularbiologie und Biomedizin können in der gezielten Krebstherapie bestimmte Merkmale und Eigenschaften bösartiger Zellen für die Entwicklung neuer, spezifischer Medikamente genutzt werden – etwa monoklonale Antikörper gegen Oberflächenproteine der Krebszellen oder zur Hemmung der krebsbedingten Neubildung von Blutgefäßen (Anti-Angiogenese). Da diese Merkmale auf gesunden Zellen meist kaum oder gar nicht vorkommen, ist die gezielte Krebstherapie in der Regel gleichsam schonend und wirksam. Das Prinzip der gezielten Krebstherapie ist es, besondere Merkmale und Eigenschaften von Krebszellen zu erforschen, welche auf gesunden Körperzellen nicht vorkommen, um Medikamente zu entwickeln, die gezielt Krebszellen bekämpfen und gesunde Zellen verschonen. Dabei wird beispielsweise ausgenutzt, dass Krebszellen meist Veränderungen in ihrer Erbsubstanz aufweisen (= Mutationen), welche zu veränderten Proteinstrukturen der Krebszellen führen. Je besser man also derzeit die verschiedenen Mutationen der verschiedenen Sarkom-Subtypen erforscht, desto eher wird man künftig in der Lage sein, für einzelne Sarkom-Arten zielgerichtete Therapien anbieten zu können. Daher sind auch bei bestimmten Sarkom-Subtypen die neueren, sogenannten Target-Therapien auf dem Vormarsch.

Neue, bei Sarkomen zugelassene, zielgerichtete Therapien – sogenannte „Target-Therapien":

  • Imatinib (Glivec®) bei GIST (Gastrointestinalen Stromatumoren) und bei
  • DFSP (= Dermatofibrosarcoma Protuberans)
  • Sunitinib (Sutent®) bei GIST
  • Regorafenib (Stivarga®) bei GIST bereits in den USA zugelassen
  • Pazopanib (Votrient®) bei bestimmten fortgeschrittenen Weichgewebesarkomen

WICHTIG: Therapie- und Nebenwirkungsmanagement
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Bekannte Target-Therapien?

Prominente Beispiele von wirksamen Target-Therapie in der Onkologie kommen bereits aus dem Bereich Weichgewebesarkome: Patienten mit GIST (Gastrointestinale Stromatumoren) werden seit 2002 mit dem Tyrosinkinase-Inhibitor Imatinib (Glivec® oder Gleevec™) und seit 2006 mit dem Mulitkinase-Inhibitor Sunitinib (Sutent™) mit sehr guten Ergebnissen behandelt. Imatinib ist bei GIST sowohl für die metastasierte Situation als auch seit 2009 in der prophylaktischen (= adjuvanten) Therapie zugelassen. Eine weitere Zulassung von Imatinb besteht zur Behandlung des Sarkom-Subtyps – DFSP (= Dermatofibrosarcoma Protuberans). Nach neueren Erkenntnissen könnte Imatinib auch zur Behandlung des Sarkom-Subtyps Desmoid (= Aggressive Fibromatose) geeignet sein. Eine weitere neue Therapie zur Behandlung von GIST ist der in den USA und Japan bereits zugelassene Wirkstoff Regorafenib (Stivarga™).

Lesen Sie hier mehr über Target-Therapien bei GIST - in unserem eigenen Lebenshaus Bereich GIST

 

Neueste Target-Therapie?

Pazopanib (Votrient®) wurde im August 2012 in Europa zur Behandlung ausgewählter Sarkom-Subtypen zugelassen. Das „Small Molecule" greift an den Rezeptor-Tyrosinkinasen VEGF-R, PDGF-R und c-kit an und kann so die Blutgefäßneubildung von Tumoren verhindern (Anti-Angiogenese). Angezeigt ist Pazopanib im Bereich Weichgewebesarkome zur Behandlung erwachsener Patienten, die vorher eine Chemotherapie ihrer metastasierten Erkrankung erhalten haben oder bei denen innerhalb von 12 Monaten nach einer neoadjuvanten Therapie ein Fortschreiten der Erkrankung zu beobachten war. GIST, Adipozytische Sarkome (z.B. Liposarkom) und verschiedene seltene Subtypen waren von der Zulassungsstudie ausgeschlossen.

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